Prävention – sinnvoll oder sinnlos?

Definition von Prävention lt. Bundesgesundheitsministerium

„Der Begriff der Prävention ist ein Oberbegriff für zeitlich unterschiedliche Interventionen zur gesundheitlichen Vorsorge. Mit der primären Prävention soll die Entstehung von Krankheiten verhindert werden. Die sekundäre Prävention oder Früherkennung will Krankheiten frühzeitig erkennen, damit eine möglichst frühzeitige Therapie eingeleitet werden kann. Mit der tertiären Prävention sollen Krankheitsfolgen gemildert, ein Rückfall bei schon entstandenen Krankheiten vermieden und ihre Verschlimmerung verhindert werden.“

Der Mensch ist geneigt die Sinnhaftigkeit von präventiven Maßnahmen erst zu erkennen, wenn bereits Stufe drei (tertiär) erreicht ist. Die Krankenkassen übernehmen Leistungen wie Vorsorgeuntersuchungen in Stufe zwei (sekundär), manchmal sogar Stufe eins (primär). Der wesentliche Teil der primären Prävention jedoch, muss zusätzlich zum Krankenkassenbeitrag von jedem selbst aufgebracht werden und der Impuls bzw. das Erkennen der Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen muss der Handlung vorausgehen.

Ein alltägliches Beispiel, mögen mir bitte alle Raucher verzeihen (auch ich habe mal geraucht!), doch hilft es klar zu erkennen worauf ich hinaus möchte.Ein Raucher geht zum Arzt, der sagt ihm: „Soweit alles ok, doch es wäre gut wenn Sie mit dem Rauchen aufhören würden.“ Was passiert? Du wirst mir zustimmen, in den meisten Fällen NICHTS, auch wenn das Wissen um die gesundheitsschädigende Wirkung von Rauchen grundsätzlich bekannt ist.
Ein Raucher geht zum Arzt, der sagt ihm: „Ihr linkes Bein wird schlecht durchblutet, die Wahrscheinlichkeit dass wir es amputieren müssen ist sehr hoch.“ Was passiert? Schock! Auch hier wirst du mir zustimmen, in den meisten Fällen ist das erste was der Patient macht DAS RAUCHEN AUFHÖREN.
Es geht jetzt sogar noch weiter. Er fängt an sich schlau zu machen, was er jetzt tun kann um sein Bein zu retten. Plötzlich recherchiert er und ist bereit viele gut gemeinte Ratschläge zu prüfen und alles zu tun, um Heilung zu erfahren.

Leider ist das die traurige Realität, ich erlebe sie tagtäglich in vielen Gesprächen. Wir sind alle nicht von solch unsinnigen Handlungsweisen befreit, der eine mehr, der andere weniger und das auf ganz unterschiedlichen Gebieten.

Wir kennen nur zwei Motivationsformen: Lust oder Schmerz. Welche von beiden größer ist kannst du dir sich jetzt sicher schon denken, leider Schmerz. Und genau deshalb ist es so schwer mit vernünftigen Argumenten und dem Erzeugen von Lust Veränderung zu bewirken. Umgekehrt ist bei den Gedanken an Schmerz plötzlich möglich, was vorher nicht denkbar war.

Wie wäre es, wenn wir mit der gleichen Kraft unsere Gesundheit schützen? Welche Veränderung würde das für jeden einzelnen von uns bedeuten? Welche Steigerung der Lebensqualität? Fühlt sich das gut an? Dann starte gleich jetzt mit dem ersten Schritt und werde dein eigener Gesundheitsmanager. Viel Spaß dabei!

Ruf mich an, ich helfe dir gerne.

Mit einem gesunden Gruß
Karin