Punkte von Wencke

Leichtes Gepäck – Ist das was für dich?

Vor ein paar Monaten erzählte mir eine Frau: Jedes Mal, wenn sie sich ein neues Kleidungsstück kauft, nimmt sie dafür ein anderes aus dem Kleiderschrank raus und gibt es weg. So kommt sie nie in die Verlegenheit irgendwann einmal ihren Schrank ausmisten zu müssen, weil lauter alte Klamotten ihr tristes Dasein darin fristen. Das finde ich eine geniale Art und Weise, dem permanenten Zumüllen von Schränken und Kellern entgegenzuwirken, es bedarf jedoch viel Disziplin.

Wie hältst du das mit den Dingen in deinem Leben, die du nicht mehr benötigst? Schaffst du regelmäßig Platz oder bewahrst du gerne noch Vieles auf? Ganz nach dem Motto ”Man könnte es ja noch mal brauchen“!

Zum youtube-Video „Leichtes Gepäck“ bitte ins Bild klicken!

In meiner Kindheit waren viele Dinge Mangelware und als ich mein erstes eigenes Geld verdiente, bin ich erst einmal einkaufen gegangen. Mein Arbeitsplatz lag mitten in der Nürnberger Innenstadt und so ging ich jeden Tag mit ein paar Einkaufstüten unterm Arm nach Hause. Welch ein Genuss, endlich einzukaufen was ich wollte! Besonders liebte ich damals Handtaschen, Uhren, Schmuck und sonstige Accessoires. Ja, ich bin eine Frau, auch damals schon. 😂

Nun war es für mich leicht und ein Vergnügen einkaufen zu gehen, doch gab es keine Programmierung dafür, was mit den Dingen geschehen sollte, die mir irgendwann nicht mehr gefielen, die nicht mehr modern waren oder nicht mehr passten, und so wurden die Schränke voller und voller.

Glücklicherweise bin ich schon einige Male in meinem Leben umgezogen, immer wieder eine wunderbare Gelegenheit auszumisten. Und trotzdem hat sich in 55 Jahren Lebenszeit einiges angesammelt von dem ich mich bisher nur schwer trennen konnte. Dazu kommen Familienerbstücke und Geschenke, die man meint, nicht einfach weggeben zu können. Das erinnert mich an die Geschichte von Ephraim Kishon und dem großen hässlichen Bild des Erbonkels („Onkel Morris und das Kolossalgemälde“).

Vor ein paar Jahren schrieb die Band Silbermond ein wunderbares Lied mit dem Titel“ Leichtes Gepäck“. Der Text in diesem Lied hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich spürte, genau das ist es! Genau so möchte ich leben und endlich den Ballast der Vergangenheit ablegen. Wie viel sich wirklich angesammelt hat, das fällt erst auf, wenn man tatsächlich jedes Teil in die Hand nimmt und überlegt „Brauche ich oder will ich das wirklich noch?“.

Wie entscheide ich, was kommt weg und was darf bleiben?
Es gibt verschiedene Methoden, je nachdem wie rigoros ich sein möchte. Ein guter Anhaltspunkt wäre einen beliebigen Zeitraum zu nehmen, z. B. ein Jahr, und alles was in dem Zeitraum nicht getragen oder benutzt wurde, kommt in eine Kiste. Werden die Sachen im nächsten Jahr nicht vermisst, kommt die ganze Kiste, ohne sie nochmals anzusehen, weg.
Macht man das jedes Jahr, bleiben einem später Berge von Sperrmüll erspart.

Meine Erfahrung

Zwischen dem Wunsch mit leichtem Gepäck durchs Leben zu gehen und es dann wirklich umzusetzen, das braucht einen deutlichen Schritt! Endlich wirklich voll und ganz den Keller des Lebens auszumisten und sich von all den unnötigen Dingen zu trennen, auch wenn sie noch gut sind, das ist in der Theorie deutlich leichter als in der Praxis. Alles und jedes Teil in die Hand zu nehmen und sich zu überlegen, benötige ich dieses Teil wirklich noch oder möchte ich es aus einem anderen Grund unbedingt noch behalten? Oder ist es einfach nur deshalb noch da, weil es noch keiner entsorgt hat?

Es ist ein interessanter Prozess, der vielmehr ist als das bloße Loslassen und Entsorgen von Gegenständen. Es ist eine klare Entscheidung für einen anderen Lebensstil, mehr Leichtigkeit und Mobilität im Leben. Letztlich sind es nur wenige Dinge die wir wirklich brauchen, die meisten Sachen bringen uns nur kurzfristige Freude und landen dann als energetische Räuber im hintersten Eck im Schrank oder verstauben im Keller.

Schon vor Jahren hatte ich in einem Vortrag über Feng Shui gehört, dass volle Schränke den Fluss des Chi – den Energiefluss – blockieren. Aus westlicher Sicht könnte man meinen, solange die Schranktüren zu sind merken wir das nicht, doch weit gefehlt.

Vielleicht inspirieren dich meine aktuellen Erlebnisse, selbst einmal wieder die entlegenen Winkel deiner Schränke und Regale anzuschauen und das eine oder andere Teil zu verschenken, zu verkaufen oder wegzuwerfen.

Mein Tipp

Schaffe Platz in deinem Leben damit wieder mehr von dem, was dir wirklich wichtig ist, darin Platz finden kann.

Herzlichst
Deine Karin Pilz

Punkte von Wencke

Das wichtigste Lebenssystem

Viele Menschen suchen ihr ganzes Leben nach dem richtigen Partner oder der richtigen Partnerin und es mag einfach nicht klappen. Häufig wird es sogar immer schwerer je mehr sie sich darum bemühen. Das kann so frustrierend sein, dass neben der Einsamkeit, die Selbstzweifel und das Gefühl nicht liebenswert zu sein die Oberhand gewinnen. Die Ursache des Problems kann im nicht richtig geordneten Familiensystem liegen.

In jeder Beziehung, jeder Partnerschaft und jeder Familie hat jede beteiligte Person im energetischen System der Beziehung, Partnerschaft oder Familie einen bestimmten Platz, der nur für diese eine Person vorgesehen und bestimmt ist. Nimmt eine andere Person diesen Platz ein, fängt das ganze Gebilde an in Schieflage zu geraten.

Lassen wir vor unserem geistigen Auge eine Familie entstehen, die jeden Abend gemeinsam beim Abendessen sitzt. Jeder hat seinen angestammten Platz, den er jeden Abend einnimmt. Der Vater, das Oberhaupt der Familie, sitzt an der Stirnseite des Tisches und hat so das Geschehen am Tisch gut im Blick. Die Kinder sitzen an den langen Seiten des Tisches und die Mutter am anderen Ende. Eines Abends setzt sich der jüngste Sohn auf den Platz des Vaters und der Vater nimmt den Platz des Sohnes ein. Nun lassen wir in unserer Familie ab jetzt den Jungen jeden Abend den Sitzplatz das Vaters einnehmen und den Vater den Platz des Jungen.

Was meinst du? Wird diese Veränderung den Umgang der Familienmitglieder untereinander verändern? Wird der Vater am Sitzplatz des Jungen, die gleiche Autorität haben wie von seinem Sitzplatz an der Stirnseite aus? Wird der Junge die Erziehung und den Rat seines Vaters genauso annehmen?

Du wirst mir sicher recht geben, dass dies in den meisten Fällen nicht so sein wird. So wie in diesem Beispiel gibt es in vielen Familien und Beziehungen Fehlbesetzungen, die sich für uns im energetischen, nicht sichtbaren Bereich befinden. Wir erkennen es nicht so deutlich wie bei dieser Familie am Tisch, doch wir nehmen es wahr in Form von Dysbalancen und immer wieder aufkommenden und scheinbar unlösbaren Konflikten. Ist der Platz des Partners durch eine andere Person belegt, so ist die Suche nach einer erfüllten Partnerschaft zum Scheitern verurteilt. Oft nehmen Geschwister, Elternteile oder vergangene Partner diesen Platz ein. Bringen wir das Familiensystem in Ordnung, öffnen sich neue Möglichkeiten und Chancen und oftmals gelingen Wünsche, die lange nicht so recht gelingen wollten, wie von selbst.

Bringen wir Ordnung in das energetische System der Familienstruktur, so sind tiefgreifende Veränderungen im Verhalten und ein deutlich harmonischeres Miteinander möglich. Streitigkeiten zwischen Eltern und Kindern, Konflikte zwischen Mann und Frau oder unter Geschwistern können sich auflösen. Die Suche nach einem passenden Partner kann endlich Früchte tragen oder in bestehende Partnerschaften Ruhe und Harmonie einkehren. Auch auf vererbte Krankheiten und Gewohnheiten hat die Ordnung bzw. Unordnung des Familiensystems Einfluss, wie auch auf die Wahl des Berufes oder Wohnortes.

Diese systemische Strukturen finden wir auch in Unternehmen und Organisationen wieder. Gibt es oft Streit unter den Mitarbeitern, Mobbing und Neid oder Schwierigkeiten mit Vorgesetzten, lohnt es sich diese systemischen Strukturen zu überprüfen und gegebenenfalls zu bereinigen. Befinden sich alle Personen im Energiesystem des Unternehmens an der richtigen Position, können deutlich bessere Ergebnisse mit deutlich geringerem Aufwand erreicht werden. Das spart Kosten und wertvolle Ressourcen!

Ob Partnerschaft, Familie oder Unternehmen, Ordnung in den Strukturen bringt Ent-Spannung und Erfolg auf allen Ebenen. Gerne unterstütze ich dich oder emfpfehle dir kompetente Kollegen.

Herzlichst
Deine Karin Pilz

Punkte von Wencke

Sag JA zu DIR

Hast du auch schon einmal JA gesagt, für jemanden etwas zu tun, wozu du weder Zeit noch Lust hattest? Hast du auch schon einmal JA gesagt, des lieben Friedens willen, um keinen Streit vom Zaun zu brechen? Hast du vielleicht auch schon einmal JA gesagt, weil es sich nicht gehört NEIN zu sagen?

Dann bist du damit ganz sicher nicht allein auf der Welt! Jeder, der in Beziehungen mit anderen Menschen lebt, hat diese oder ähnliche Situationen schon erlebt. Es macht uns, den Menschen als soziales Wesen aus, uns in gesellschaftliche Systeme einzugliedern und fürsorglich und achtsam miteinander umzugehen. Doch häufig nehmen wir uns und unsere Bedürfnisse nicht genauso wichtig wie die unserer Mitmenschen.

Warum tun wir das?

Aus Angst!
Angst, nicht geliebt zu werden. Angst, allein zu sein. Angst, keine Fürsorge zu erfahren. Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung.
Das Urbedürfnis, ein akzeptierter Teil der Gesellschaft oder der Beziehung zu sein, ist tief in uns verankert; hat es doch einst unser Überleben gesichert.

Beziehungen zu Partnern, Eltern und Kindern, zu Kollegen, Vorgesetzten, sowie Freunden oder Nachbarn bergen viel Konfliktpotenzial. Nur wenn wir es schaffen die Balance zu halten zwischen den Wünschen und Bedürfnissen der anderen sowie unseren eigenen, sind Beziehungen nachhaltig dazu geeignet, uns körperlich und geistig gesund und vital zu halten.

Bei vielen Zivilisationskrankheiten ist ein Zusammenhang zu den Konflikten in uns deutlich erkennbar – der Konflikten zwischen dem was wir wollen und dem was wir am Ende wirklich tun!

Also den eigenen Bedürfnissen, bzw dem wofür wir uns trauen einzustehen – Und den Bedürfnissen der anderen, bzw dem was wir denken, dass die Bedürfnisse der anderen sind.
Der Klassiker „Ich habe Rücken“, aber auch Burnout, Diabetes, Blasenentzündung, Lebensmittelunverträglichkeiten und Krebs sind nur einige Beispiele.

Die Herausforderung

Facebook-Gruppe Karin Pilz Leben(s)formen

Facebook-Gruppe Karin Pilz Leben(s)formen

Wir leben in einer Zeit mit sehr vielen Anforderungen, in der wir oft von A nach B hetzen und uns wenig Zeit nehmen, in uns reinzuhören. Doch wie sollen wir wissen und spüren, was wirklich wichtig für uns ist, wenn wir den Bezug zu uns selbst verloren haben, wenn wir nur reagieren statt zu agieren? Selbst in der Freizeit haben wir oft einen vollen Terminkalender!

Die Möglichkeiten

Innehalten, jeden Tag ein paar Minuten. Wahrnehmen was gerade ist.
Hineinfühlen: Wie geht es mir mit meinem Leben?
Ist es das, was ich wirklich möchte und wo bin ich unzufrieden?
Wo ist es notwendig Korrekturen vorzunehmen und wo übergehe ich meine eigenen Bedürfnisse?

Dabei geht es nicht darum, zu allem und jedem nein zu sagen. Es geht vielmehr darum, Tendenzen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Es geht darum, bewusste

Entscheidungen zu treffen und damit von der blosen Reaktion in die bewusste Aktion zu kommen. Dies setzt jedoch voraus, dass ich mir bewusst bin. Über das was ich wirklich möchte. Über das, was mir wichtig ist. Über das, was meine Seele braucht. Über das, wer oder was ich sein möchte.

Und was machen wir mit der Angst?

Interessanterweise wird die Angst, nicht zu genügen, nicht gut genug zu sein und den Erwartungen von Eltern, Partner oder Chefs nicht zu entsprechen weniger, je mehr Wert wir auf uns selbst legen. Selbstwert ist der Wert, den wir uns selbst geben. Und erst wenn wir es uns selbst Wert sind, bekommen wir auch die Wertschätzung der anderen. Mit einem ausgewogenen Selbstwert sind wir in der Lage eine gute Balance zu finden zwischen der Erfüllung unserer Bedürfnisse und der der anderen.

Sei es dir selbst wert!

Herzlichst
Deine Karin Pilz