Sag JA zu DIR

Hast du auch schon einmal JA gesagt, für jemanden etwas zu tun, wozu du weder Zeit noch Lust hattest? Hast du auch schon einmal JA gesagt, des lieben Friedens willen, um keinen Streit vom Zaun zu brechen? Hast du vielleicht auch schon einmal JA gesagt, weil es sich nicht gehört NEIN zu sagen?

Dann bist du damit ganz sicher nicht allein auf der Welt! Jeder, der in Beziehungen mit anderen Menschen lebt, hat diese oder ähnliche Situationen schon erlebt. Es macht uns, den Menschen als soziales Wesen aus, uns in gesellschaftliche Systeme einzugliedern und fürsorglich und achtsam miteinander umzugehen. Doch häufig nehmen wir uns und unsere Bedürfnisse nicht genauso wichtig wie die unserer Mitmenschen.

Warum tun wir das?

Aus Angst!
Angst, nicht geliebt zu werden. Angst, allein zu sein. Angst, keine Fürsorge zu erfahren. Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung.
Das Urbedürfnis, ein akzeptierter Teil der Gesellschaft oder der Beziehung zu sein, ist tief in uns verankert; hat es doch einst unser Überleben gesichert.

Beziehungen zu Partnern, Eltern und Kindern, zu Kollegen, Vorgesetzten, sowie Freunden oder Nachbarn bergen viel Konfliktpotenzial. Nur wenn wir es schaffen die Balance zu halten zwischen den Wünschen und Bedürfnissen der anderen sowie unseren eigenen, sind Beziehungen nachhaltig dazu geeignet, uns körperlich und geistig gesund und vital zu halten.

Bei vielen Zivilisationskrankheiten ist ein Zusammenhang zu den Konflikten in uns deutlich erkennbar – der Konflikten zwischen dem was wir wollen und dem was wir am Ende wirklich tun!

Also den eigenen Bedürfnissen, bzw dem wofür wir uns trauen einzustehen – Und den Bedürfnissen der anderen, bzw dem was wir denken, dass die Bedürfnisse der anderen sind.
Der Klassiker “Ich habe Rücken”, aber auch Burnout, Diabetes, Blasenentzündung, Lebensmittelunverträglichkeiten und Krebs sind nur einige Beispiele.

Die Herausforderung

Facebook-Gruppe Karin Pilz Leben(s)formen

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Wir leben in einer Zeit mit sehr vielen Anforderungen, in der wir oft von A nach B hetzen und uns wenig Zeit nehmen, in uns reinzuhören. Doch wie sollen wir wissen und spüren, was wirklich wichtig für uns ist, wenn wir den Bezug zu uns selbst verloren haben, wenn wir nur reagieren statt zu agieren? Selbst in der Freizeit haben wir oft einen vollen Terminkalender!

Die Möglichkeiten

Innehalten, jeden Tag ein paar Minuten. Wahrnehmen was gerade ist.
Hineinfühlen: Wie geht es mir mit meinem Leben?
Ist es das, was ich wirklich möchte und wo bin ich unzufrieden?
Wo ist es notwendig Korrekturen vorzunehmen und wo übergehe ich meine eigenen Bedürfnisse?

Dabei geht es nicht darum, zu allem und jedem nein zu sagen. Es geht vielmehr darum, Tendenzen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Es geht darum, bewusste

Entscheidungen zu treffen und damit von der blosen Reaktion in die bewusste Aktion zu kommen. Dies setzt jedoch voraus, dass ich mir bewusst bin. Über das was ich wirklich möchte. Über das, was mir wichtig ist. Über das, was meine Seele braucht. Über das, wer oder was ich sein möchte.

Und was machen wir mit der Angst?

Interessanterweise wird die Angst, nicht zu genügen, nicht gut genug zu sein und den Erwartungen von Eltern, Partner oder Chefs nicht zu entsprechen weniger, je mehr Wert wir auf uns selbst legen. Selbstwert ist der Wert, den wir uns selbst geben. Und erst wenn wir es uns selbst Wert sind, bekommen wir auch die Wertschätzung der anderen. Mit einem ausgewogenen Selbstwert sind wir in der Lage eine gute Balance zu finden zwischen der Erfüllung unserer Bedürfnisse und der der anderen.

Sei es dir selbst wert!

Herzlichst
Deine Karin Pilz