Punkte von Wencke

Deine Meinung über DICH

Hast du dir darüber schon mal Gedanken gemacht? Über die Meinung, die du über dich selbst hast? Oder denkst du eher darüber nach, was andere über dich denken?

Wir kennen Begriffe wie Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstliebe. Doch wie entsteht das und wie können wir Einfluss darauf nehmen?

Die Grundlagen werden bereits bei unserer Entstehung, der Geburt und der Kindheit gelegt. Das Umfeld, in dem wir gezeugt werden und aufwachsen, sind die prägendsten Faktoren für unseren Charakter, unsere Stärken und Schwächen. Dazu kommt das sogenannte Erbgut, also das. was wir von unseren Vorfahren an Informationen in unseren Genen gespeichert haben.

Und was ist damit möglich?

Die meisten Menschen sind sich nicht darüber bewusst, wie sehr sie selbst in der Lage sind auf ihr Leben, Denken und Fühlen Einfluss zu nehmen. Viele fühlen sich als Opfer der Umstände, lassen sich und ihr Leben von außen steuern und sind damit in ständiger Reaktion, anstatt in einer selbst ausgelösten Aktion.

In Reaktion zu sein hat jedoch nichts damit zu tun sein Leben selbst zu gestalten, seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen. Es fehlt die innere Erfüllung, so entsteht Leere, Frustration und Unzufriedenheit und im weiteren Verlauf oftmals auch Krankheiten.

Als Kinder tun wir alles um unser Überleben zu sichern. Alle Sinne sind darauf ausgerichtet ein Teil der „Herde“ (Familie, Stamm, Dorfgemeinschaft) zu sein, um ausreichend Fürsorge, in Form von Essen und Trinken, Liebe und Zuneigung zu erfahren. Daraus, wie wir diese Zeit erleben, schreiben wir unser eigenes Programm, aus dem heraus wir ein Leben lang funktionieren.

Oft eignen wir uns Verhaltensmustern an, die uns später als Erwachsener nicht unbedingt dienlich sind. Bekommen wir z. B. nur Zuneigung und Aufmerksamkeit, wenn wir besonders gute Leistungen erbringen, speichert sich das in unserem Unterbewusstsein ab. Unser Selbst-Wert steht also in direktem Zusammenhang zu dem, was wir in der Lage sind zu leisten.

Sich selbst zu lieben ist der Beginn einer lebenslangen Romanze. Oscar Wilde

Wie anders ist es doch bedingungslos geliebt zu werden?

Ob als Kind oder Erwachsener, wünschen wir uns nicht alle bedingungslose Liebe? So geliebt zu werden wie wir sind, mit allen Ecken und Kanten, wie auch den liebenswerten Eigenschaften, die wir in uns tragen?

Und wie ist das mit der bedingungslosen Liebe für uns selbst? Für was schätzen wir uns selbst-wert? Und sind wir uns unseres Wertes selbst-bewusst?

Wie viele Menschen suchen die große Liebe in einem Partner ohne sich selbst zu lieben!? Wie oft soll der Partner Lücken und Defizite füllen, die wir selbst in uns hinterlassen?

Der Ausweg

Erkennen wir Dysbalancen zwischen dem wie wir heute sind und dem wie wir gerne wären, so ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt es anzupacken und die ersten Schritte in die Richtung zu unternehmen wo wir sein wollen. Für den Anfang helfen schon ein paar einfache Techniken, die regelmäßig angewendet eine nachhaltige Veränderung mit sich bringen können.

Das Allerwichtigste ist die Wurzel des Übels zu erkennen. Das Mangeldenken! Ja genau! das Muster heißt „genug ist nie genug“ egal wie viel wir von was haben, es ist nie genug! Hier ist die Wurzel allen Übels.

Wie wäre es also wert zu schätzen, welchen Reichtum wie in unserem Leben haben? Allein weil wir in Europa leben, gehören wir zu den privilegiertesten Menschen auf diesem Erdball. Wir haben mehr zu Essen als wir essen können. Wir haben mehr Trinkwasser als wir trinken können. Wir haben mehr Kleidung als wir anziehen können. Wir haben ein größeres Auto als es nötig wäre, um von A nach B zu kommen. Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen und trotzdem konzentrieren sich die meisten Menschen auf das, was sie gerne noch mehr hätten, anstatt auf das, was so reichlich vorhanden ist. Ist das nicht traurig?

Die Übung

Bereits vor gut 25 Jahren hat mir eine sehr schlaue Frau, eine der für mich bis heute wichtigsten Übungen mitgegeben. Sie hatte mir empfohlen mir ein Dankbarkeitstagebuch zuzulegen, um jeden Tag dort fünf Dinge einzutragen, für die ich an diesen Tag dankbar bin. Inzwischen kenne ich viele Menschen die ein Dankbarkeitstagebuch schreiben und alle bestätigen welche großartigen Veränderungen allein dadurch möglich sind.

Du sollst dankbar sein für das Geringste, und du wirst würdig sein, Größeres zu empfangen. Thomas von Kempen

Dankbarkeit ist die stärkste Kraft für Veränderung! Trainieren wir den Muskel für Dankbarkeit, so regelmäßig wie wir unsere Körpermuskeln trainieren, verändert sich unsere Wahrnehmung, so wie sich der Körper verändert, wenn wir mehr trainieren.

Dankbarkeit steigert ganz enorm unseren Selbstwert, unser Selbstbewusstsein und die Selbstliebe. Aus Gedanken und Gefühlen der Dankbarkeit vollziehen wir andere Handlungen und ernten damit andere Reaktionen. Die Beziehung zu uns selbst, wie die zu unseren Mitmenschen, bekommt eine neue Qualität.

Ein Dankbarkeitstagebuch zu führen ist keine große Sache, es dauert ein paar Minuten am Ende eines jeden Tages. Die Wirkung jedoch ist unendlich groß! Ich würde mich freuen, wenn du Lust hast es für dich auszuprobieren. Und vielleicht hast du ja auch Lust, mich an deinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Es würde mich sehr interessieren wie es dir damit in deinem Leben geht.

In Dankbarkeit

Deine

Karin Pilz