Punkte von Wencke

Und täglich grüsst das Murmeltier

Geht es dir wie den meisten Menschen? Unterliegt dein alltägliches Leben auch einem Rhythmus, der durch deine Verpflichtungen gesteuert wird? Erst kommen all die Dinge, die erledigt werden müssen und erst dann die Dinge, die dir Freude machen? Und jeden Tag dreht sich das Rad von vorne? Ähnlich wie in diesem wunderbaren Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ versuchst du es jeden Tag besser hin zu bekommen?

Mir ist aufgefallen, dass die Dinge, die uns Freude machen und die Verpflichtungen, die wir haben, scheinbar nur selten gleichzeitig stattfinden. Wenn ich den Menschen so zuhöre, scheint es immer mehr eine deutliche Trennung von beidem zu geben. Entweder erledigt man eine Verpflichtung oder man hat Spaß.

Es scheint, es ist den wenigsten Menschen vergönnt, an den Dingen, die sie vermeintlich erledigen müssen auch Spaß zu haben. Den größten Posten nimmt dabei wohl die Arbeit ein. Sie bestimmt zum Großteil wann wir aufstehen und zu Bett gehen. Wieviel Stunden wir uns zum Schlafen und Ruhen nehmen (können) und wie viel Zeit darüber hinaus uns noch zur Verfügung steht. Dazu kommen Wegezeiten, Zeit zum Einkaufen, Zeit für das bisschen Haushalt und diverse andere persönliche Verpflichtungen. Kein Wunder also, die Menschen freuen aufs Wochenende und den Urlaub. Raus aus dem Alltag, von all dem was jeden Tag stattfindet und zu wenig freudvoll ist.

Und dann, endlich ist es da

das Wochenende, der Feiertag, der Urlaub. Endlich können wir all das tun, was wir uns vorgenommen haben und jetzt wollen wir es uns gut gehen lassen. Endlich! Doch häufig kommt es dann auch noch anders als man denkt und die Dinge klappen nicht wie geplant.

Ein Familienmitglied wird krank, der Flieger geht nicht, das Auto streikt oder oder oder. Wann ist es wirklich so perfekt, dass wir vollkommen zufrieden sind? Wann sind wir im Zustand vollkommener Freude? Viele Menschen kennen diesen Zustand nicht, nicht mehr oder haben ihn nie kennengelernt.

Die Lösung?

Es gibt eine immer mehr um sich greifende Art und Weise, sich aus diesem Hexenrad raus zu nehmen. Krankheiten! Sie geben uns die Erlaubnis nicht mehr voll umfänglich so zu funktionieren, wie es die anderen von uns erwarten bzw. wie wir selbst es von uns erwarten. Im Grunde sind es die Erwartungen an uns selbst, die erlernten Muster aus denen heraus wir funktionieren, oder eben irgendwann nicht mehr, weil wir vor Erschöpfung oder innerer Kapitulation aufgeben und dem Druck nicht mehr standhalten.

Gerade die sog. Zivilisationskrankheiten haben selten rein organisch-körperliche Problematiken und sind daher auf dieser Ebene oft nicht heilbar. Insbes. bei chronischen oder wiederkehrenden Erkrankungen lohnt sich ein Blick auf die evolutionäre Systematik der körperlichen Funktionen.

Echte Optionen

Letztlich wollen alle Menschen gesund, reich und glücklich sein. Es ist das wonach wir streben. Keiner hat Ärger, Missgunst und Magenschmerzen auf seiner Wunschliste stehen.

Den ganzen Tag denkt und fühlt es in uns. Fast alle Gedanken und Gefühle entstehen automatisch, ohne irgendeine Kontrolle und schon gar nicht durch bewusstes Auslösen. Diese unkontrollierten Gedanken und Gefühle sind dafür zuständig wie es uns geht. Ja, du liest richtig! Es sind die nicht willentlich ausgelösten Gedanken und Gefühle, die die Qualität unseres Lebens bestimmen. Ist das nicht der reine Wahnsinn!?

Was wäre also möglich, wenn wir anfangen würden diese willentlich zu steuern? Welch unglaublich großes und ungenutztes Potential hätten wir auf unserer Seite? Das ist ein Quell unendlicher Ressourcen und wir tragen sie alle in uns. Es braucht nichts weiter als sie zu nutzen.

Das größte Geschenk

welches wir uns selbst machen können, ist Einfluss zu nehmen auf das wie wir uns fühlen, um uns endlich so zu fühlen, wie wir es gerne haben wollen. Glück entsteht durch Lebensfreude die wir täglich neu erzeugen. Es ist nichts was von alleine und über Nacht auf einmal da ist, es ist ein Prozess den wir jeden Tag auf Neue steuern können.

Das Experiment

Hast du Lust die nächsten 14 Tage diese klitzekleine Übung mitzumachen? Alle Spekulationen ob das sinnvoll ist oder nicht über Bord zu werfen und es einfach zu machen? Bist du bereit?

Nur wenn du wirklich bereit bist dich mit dieser Übung zu committen, wirst du ein spürbares Ergebnis haben. Deshalb fühle in dich rein und sollte da noch so ein Gedanke sein wie „Naja, ich mache es mit … nur um zu beweisen, dass ich vorher gewusst habe, dass es nix bringt“ dann frage dich selbst, ob es das ist was dich am Ende weiterbringt.

Du machst die Übung nur für dich und musst mit niemandem darüber sprechen, wenn du es nicht möchtest. Wenn du jetzt bereit bist, dann fangen wir an.

Der Satz den du dir merken musst lautet:

„Wie wird es noch besser als das?“

Wie verwendest du ihn?

Immer wenn etwas in deinem Leben passiert, was dir nicht gefällt, sagst du zu dir: „Wie wird es noch besser als das?“😊

Immer wenn etwas in deinem Leben passiert, was dir richtig gut gefällt, sagst du zu dir voller Freude: „Wie wird es noch besser als das?“ 😊 😊

Dein Hirn darf jetzt Pause machen. Alle Bewertungen und Ansichten darüber ob das funktioniert oder nicht …. Hör einfach nicht hin, tu es einfach!

Schreibe dir den Satz auf Post it´s oder auf andere Zettel und verteile sie überall. Nur wenn du dich immer wieder darauf aufmerksam machst, wirst du es nicht vergessen.

Ich wünsche dir bessere 14 Tage als die letzten 14 Tage. Ganz in dem Sinne „Wie wird es noch besser als das?“

Herzlichst

Deine Karin

Punkte von Wencke

Die Mutprobe

Als Kinder waren wir jeden Tag mutig und das war für uns vollkommen normal. Jeden Tag haben wir irgendwas zum ersten Mal gemacht und neue Aufgaben gemeistert.

Auf dem Kinderspielplatz waren wir oft mutiger, als es unseren Eltern recht war. Wenn wir am Klettergerüst noch eine Sprosse höher wollten als beim letzten Mal, wenn wir beim Schaukeln jedes Mal ein bisschen wilder schaukelten und beim Wippen kräftiger aus dem Sattel hüpften – all das war ganz normal. Und haben wir es zu dolle getrieben, spätestens dann wurden wir von unseren Eltern ermahnt, es doch nicht zu übertreiben und nicht zu übermütig zu sein.

Als Kind waren wir nicht in der Lage das Risiko richtig einzuschätzen und die Eltern dafür zuständig auf uns aufzupassen. Doch wie ist das jetzt als Erwachsener? Wer passt heute auf uns auf, wenn wir übermütig werden? Und, trauen wir uns überhaupt noch übermütig zu sein?

Mut ist, wenn man Todesangst hat...

 

Über – mü (u) tig

Heißt das mehr Mut zu haben als uns guttut oder als normal ist? Und was heißt es, normal mutig zu sein?

In der Kindheit und Jugend testen wir alle möglichen Grenzen und Dinge aus. Und sind wir mal ehrlich, die Sachen, die am verrücktesten waren, das sind die Geschichten, die uns ewig in Erinnerung bleiben. Sie lassen in uns wehmütige Gefühle entstehen, wenn wir ab und an daran denken und Freunden unsere Geschichten erzählen.

Als Erwachsener bewegen wir uns hauptsächlich nur noch in dem Bereich, in dem wir uns sicher fühlen, man nennt es auch Komfortzone. Die meiste Zeit ist es nicht mehr nötig, uns über den Rand dessen was wir gewohnt sind hinauszubewegen. Der Alltags-Trott holt uns ein und die Lust auf Abenteuer erleben nur noch die Filmhelden, während wir am Sofa von der großen weiten Welt träumen.

Und wo bleibt das Kribbeln, die Vorfreude, die Abenteuerlust und das Austesten der persönlichen Grenzen? Der Dinge, die unseren Puls höher schlagen lassen?

Nicht weil es schwer ist

 

Wie wäre dein Tag heute, wenn du gestern etwas Außergewöhnliches erlebt hättest?

Wenn du mutig gewesen wärst und etwas Neues oder Verrücktes probiert hättest? Etwas, was du noch nie oder schon sehr lange nicht mehr gemacht hast?

Wie wäre dein Tag heute, wenn du gestern eine Grenze überwunden hättest? Etwas geschafft hättest, was du schon immer mal tun wolltest, doch dich bisher nie getraut hattest oder einfach zu bequem warst?

Wie wäre es, das heute, ja am besten gleich heute, zu tun?!

Mit jedem Jahr welches wir älter werden, werden wir vernünftiger, ruhiger und angepasster. Wir toben nicht mehr so wild. Denken nach bevor wir handeln. Wägen ab, ob sich etwas lohnt oder eben nicht, ob es zu gefährlich ist und ob es überhaupt sinnvoll ist. Und so haben wir angefangen unser Sein ganz langsam und unmerklich zu verkleinern, uns zufrieden zu geben mit dem was wir haben, anstatt nach all dem zu streben was wir vom Leben haben wollen.

Unser Verstand bewertet alles aus den Erfahrungen der Vergangenheit und gestaltet daraus unsere Zukunft. Doch was, wenn die Zukunft andere Erfahrungen bringen soll als unsere Vergangenheit an vergleichbaren Anhaltspunkten zu bieten hat?

Wie wäre es, die kleinen und großen Abenteuer jeden Tag anzustreben? Das Risiko einzugehen auf die Nase zu fallen, nur um wieder aufzustehen und es erneut zu probieren? So wie Kinder laufen lernen, indem sie wieder und wieder aufstehen, egal wie oft sie hingefallen sind?!

Was kannst du deinem Leben heute hinzufügen, das ein echtes Abenteuer, ein Herzenswunsch oder eine vermeintlich zum Scheitern verurteilte Unternehmung wäre? Was, wenn du es trotzdem tun würdest? 😉

Habe Mut zum Gücklich sein, und Mut zu Scheitern!

Herzlichst
Deine Karin Pilz